Kraterbildung

Kleine kraterförmige Mulden oder Vertiefungen im Lack, die größenmäßig von Nadellöchern bis zu 1 cm Durchmesser variieren können. Größere Krater treten meist vereinzelt auf, während die kleineren oft in zusammenhängenden Gruppen auftreten. Oft sind kleine Erhebungen im Zentrum der Krater sichtbar.

Ursache

Unterschiede in der Oberflächenspannung des Lacks. Die häufigsten Gründe dafür sind:

  1. Silikon in der Umgebung oder auf der Oberfläche des Untergrunds; schon geringste Spuren reichen aus, um Kraterbildung zu verursachen.
  2. Verschmutzung durch andere Quellen, z. B. Fett, eingetrocknete Seife, Reinigungsmittel, Spritzstaub, Wachs oder Öl aus der Spritzpistole.
  3. Unverträgliche Bestandteile in der Grundierung.
  4. Sättigung durch Dämpfe in der Lackierkabine.

Vorbeugung

  1. Silikonpolituren gründlich von der zu lackierenden Fläche entfernen und auf den Einsatz silikonhaltiger Polituren in der Nähe der Lackiererei verzichten. Die Oberfläche nach dem unten beschriebenen Vorbereitungsprozess vorbereiten.
  2. Die Oberfläche gründlich mit Wachs- und Fettentferner reinigen.
  3. Reinigungslösemittel nicht auf der Oberfläche abtrocknen lassen, sondern mit einem sauberen, trockenen Tuch abwischen; jedes Tuch nur einmal verwenden.
  4. Flächen vor dem Schleifen reinigen und sämtlichen Schleifstaub entfernen. Blankes Metall mit Metallbeize vorbehandeln.
  5. Die Lösemittelreinigung vor dem Spritzen wiederholen.
  6. Sicherstellen, dass Spritzpistole und Druckluftanlage ordnungsgemäß gewartet sind.
  7. Immer die empfohlenen Materialien verwenden.
  8. Für eine ausreichende Belüftung im Spritzbereich sorgen.

Behebung

Die Lackierung vollständig von der betroffenen Fläche entfernen, und unter Beachtung des vorgeschriebenen Ablaufs neu lackieren. In extremen Fällen kann der Einsatz eines Antisilikon Zusatzes sinnvoll sein. Vor der Anwendung eines solchen Additivs unbedingt die Vorschriften des Herstellers beachten.